Gesunde Schule

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Gesundheitserziehung an der Marienschule

Beispiel: Projekttag Gesundheit 2016

Beispiel: Projekttag Gesundheit 2015

Beispiel: Projekttag Gesundheit 2014


Schon seit Jahren wird Gesundheitserziehung an der Marienschule Münster groß geschrieben. Stress, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung fordern ihren Tribut auch in der Schule. Konzentrationsmangel, Haltungsschäden und Erschöpfung sind die Folge. Um diesen Begleiterscheinungen in der heutigen Schulwelt entgegenzutreten, setzt die Marienschule auf ein umfassendes Gesundheitskonzept, welches die Schülerinnen für die Anforderungen des Schulalltags fit machen soll.
Ziel der Gesundheitserziehung an der Marienschule ist neben der Wissensvermittlung die Absicht, die Schülerinnen in zunehmendem Maße auch und vor allem verantwortlich zu begleiten, denn die Erfahrungen in der Schule beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung besonders.
Nach unserem Verständnis sollte Gesundheitserziehung Lebenskompetenzen vermitteln. Lebenskompetent ist, wer sich selbst kennt und mag, wer sich in andere einfühlen kann, kritisch und kreativ denkt, wer erfolgreich kommunizieren, Probleme lösen und Stress bewältigen kann. Gesundheitserziehung in der Schule umfasst deshalb vor allem folgende Bereiche:
Sucht- und Gewaltprävention
Wissen und Information
Bewegung und Entspannung
Soziale Kompetenzen
Persönliche Kompetenzen
Ernährung
Medien
Fazit
Kerngedanke einer „Gesunden Schule“ muss es unserer Meinung nach sein, dass Schulleitung, Lehrer/-innen, Schülerinnen, Eltern und Angestellte einer Schule gemeinsam an den Arbeits- und Lernbedingungen arbeiten und dadurch ein Klima schaffen, das sich positiv auf das soziale, psychische und physische Wohlbefinden und auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.
Mit unserer Arbeit an der Marienschule möchten wir dazu beitragen, das Umfeld und die Lebenskompetenzen alle Beteiligten zu fördern, damit der oder die Einzelne befähigt wird, sein Leben erfolgreich und gesund zu gestalten.

>>> das folgende Schema als pdf-Datei hier


 

Projekte:

    • Bewegung und gesunde Ernährung sind wichtige Bausteine der Gesundheitserziehung.
      In den letzten Jahren wurden in Zusammenarbeit mit der Raphaelsklinik und dem Zentrum für Sportmedizin eine Rückenschulung für die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt. Die durchweg positive Resonanz der Schülerinnen und Lehrer/-innen führte dazu, dass diese Rückenschulung fest in das Curriculum des Sportunterrichts aufgenommen und nun in jedem Schuljahr in der Stufe 8 durchgeführt wird.

    • Ein weiterer Baustein „Gesunde Ernährung“ fand in verschiedenen Kochkursen in Kooperation mit ortsansässigen Gastronomen statt.

          


Die Mädchen der Klasse 6b haben gemeinsam ein 3-Gang-Menü gekocht und dann anschließend mit ihren Eltern geschmaust. Herr Stöppler, Küchenchef der Halle Münsterland, gewährte der Klasse einen Einblick in eine Großküche. So erfuhren die "Nachwuchsköche" viel über die Planung und Zubereitung schmackhafter Gerichte. Unter Anleitung wurden eine Kürbissuppe, selbstgemachte Nudeln mit Bolognesesauce, Spinatravioli und Bratapfel mit Vanillesauce kreiert.

Mit Spaß und Freude haben die Mädchen rund vier Stunden gebruzelt, gezupft (Spinat), geschmort, Nudeln zubereitet und den Tisch gedeckt. Denn am Abend wurden die Eltern mit den leckeren Speisen beglückt, was den Koch- und Serviceteams einen großen Beifall bescherte. Und lecker war es, sehr lecker sogar.
Der Dank gilt dem Küchenteam der Halle Münsterland, die mit Begeisterung und großem Engagement der Klasse 6b zeigten, wie man aus regionalen Zutaten ein kreatives und schmackhaftes Menü zubereitet. 3 Sterne für Münster.

 

 

    •  Planspiel Gesunde Stadt

Die Marienschule hat in diesem Jahr am Planspiel Gesunde Stadt teilgenommen und dort einen ersten Preis gewonnen.
Informationen zum Planspiel:
Am Weltgesundheitstag startete in Münster das "Planspiel Gesunde Stadt"

"Wie gesund ist unsere Stadt?" fragen Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland im Wissenschaftsjahr 2011. Das Gesunde-Städte-Netzwerk mit Sitz in Münster hat sie am Weltgesundheitstag (7. April) zu einem "Planspiel Gesunde Stadt" eingeladen. Darin nehmen Schulklassen und Jugendgruppen Krankmacher und Gesundheitsrisiken unter die Lupe. Sie befragen Wissenschaftler und Gesundheitseinrichtungen und entwickeln eine Initiative, um das Leben in ihrem Heimatort gesünder zu machen. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und Norbert Hahn vom Sprecherrat des Gesunde-Städte-Netzwerks gaben in der Marienschule Münster den Startschuss zum Planspiel.
Wie viel Feinstaub liegt in der Luft? Wo nervt der Lärm besonders? Was kostet Gesundheit? Ist das Trinkwasser sauber? Wo in der Stadt und warum lebt man dort weniger gesund? Solchen Fragen gingen die Schülerinnen der Marienschule nach und zeigten auf, was zu tun ist. Die Lösungen diskutierten sie mit Verantwortlichen ihrer Heimatstadt. Darüber hinaus nahmen sie die eigene Gesundheit unter die Lupe. Dazu wählten sie aus einem vorgegebenen Katalog drei Forschungsfragen aus. Es ging um die eigene Ernährung, es wurde ein Ernährungstagebuch geführt, es wurden alte Menschen befragt, was sie nach ihrer Meinung gesund gehalten hat. Weitere Themen waren Bewegung, Sonne, Luft, aber auch Informationsstrukturen in der Stadt zu Gesundheitsthemen. Zudem erhielten alle Teilnehmer einen Schrittzähler.
Das Planspiel ist Bestandteil des Wissenschaftsjahres 2011, das unter dem Motto "Forschung für unsere Gesundheit" steht. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag und das Gesunde- Städte-Netzwerk. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt. Die besten Planspiel-Teams – so auch die Marienschule- wurden im Herbst zum Jugendgesundheitskongress nach Karlsruhe eingeladen.
Für die Marienschule Münster war die Beteiligung selbstverständlich. Das Gymnasium wurde 2010 und 2011 als "Gute gesunde Schule" ausgezeichnet. Die Schule geht davon aus, dass Lernerfolg und Schulqualität in direktem Zusammenhang mit Prävention und Gesundheitsförderung stehen. Deshalb gehört zum Beispiel in den Sportunterricht auch die Rückenschule, der naturwissenschaftliche Unterricht greift die Themen Sucht und Ernährung auf, den Lern- und Arbeitsbedingungen schenkt das Gymnasium besondere Aufmerksamkeit. Auch die Partizipation der Schülerinnen an Entscheidungsprozessen, verantwortliches Handeln und das Schaffen von Bewegungsanreizen sind wichtige Elemente einer gesunden Schule.
Unterstützt wird das Planspiel vom Gesunde-Städte-Netzwerk. Darin wirken Städte und Kreise mit, die sich der Gesundheitsförderung verschrieben haben und für ihre Einwohner gesunde Lebensbedingungen schaffen wollen. Der Zusammenschluss ist aus einer Initiative der Weltgesundheitsorganisation hervorgegangen.

Die Marienschule nimmt an den Aktionswochen im Rahmen der Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ im Sommer 2012 teil. Die Drogenhilfe der Stadt Münster, der Arbeitskreis Suchtprävention und eine Vielzahl an Kooperationspartnern veranstalten verschiedene Aktivitäten. Die Aktionswochen sollen die Entwicklung persönlicher, sozialer und kommunikativer Kompetenzen stärken. Darüber hinaus sollen die Veranstaltungen ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich der Suchtgefahren legaler und illegaler Drogen schaffen und eine kritische Haltung gegenüber den „Alltagsdrogen“ Tabak, Alkohol, Medien und Medikamenten vermitteln. Die Marienschule wird an unterschiedlichsten Projekten, Aktionen und Veranstaltungen teilnehmen.

 

Das Body und Grips Mobil



Am 28.11.2011 und 29.11.2011 nahmen Klassen 8 am Body&Grips-Mobil - Mit dem Jugendrotkreuz durch Körper, Geist und Seele reisen teil.
An 15 Stationen lernten Kinder und Jugendliche ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele kennen.
Wie gesund und fit bin ich? Wie ernähre ich mich richtig? Wie funktioniert eigentlich Verhütung? Und wie schütze ich mich vor HIV/AIDS? Wie gehe ich mit Alkohol um?
Um diese und ähnliche Fragen drehten sich die 15 Stationen des Body & Grips-Mobil (BGM), das das Jugendrotkreuz in Zusammenarbeit mit der BARMER-Ersatzkasse in mehreren Landesverbänden betreut. Dieser mobile "Gesund mit Grips"-Parcours bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem eigenem Körper und dem richtigen Gesundheitsverhalten auseinander zu setzen.

Das Body & Grips-Mobil bietet:

  • 15 Stationen mit den inhaltlichen Komponenten: Bewegung, Ernährung, Ich & Du, Sexualität und Sucht
  • einen „Gesund-mit-Grips“-Test, der an Ort und Stelle per Computer ausgewertet wird
  • eine Ausstellung mit Infos und Aktionen zum Thema Gesundheit und Fitness
  • einen Fitness-Test, bei dem die Teilnehmer/-innen ihre Fitness testen können

Die Mädchen hatten sichtlich viel Spaß an den verschiedenen Stationen.
Sollte sich der Projekttag als erfolgreich erweisen, möchte die Marienschule das Body & Grips- Mobil auch in den nächsten Jahren an die Schule einladen.

Das Wissen und die Aufklärung um die eigene Gesundheit soll in Zukunft noch fester an der Marienschule verankert werden. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sportmedizin ist eine Ringvorlesung Gesundheit jeweils für die Mittel- und Oberstufe geplant, in welcher wichtige Themen wie Ernährung, Stressbewältigung, Bewegung usw. im Unterricht sowie mit Hilfe von externen Experten vermittelt werden sollen.

Die Anforderungen und Belastungen im Lehrerberuf sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Deshalb war es uns wichtig, unseren Arbeitsplatz Schule einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wo individuelle und institutionelle Risikofaktoren vermieden, beseitigt oder
reduziert werden können, damit wir wieder zufrieden und gesund unseren Beruf ausüben können. In diesem Kontext wurde ein Fragebogen zur Lehrergesundheit entwickelt, der z.Z. noch ausgewertet wird und einen Überblick über die Belastungen an der Marienschule gibt. Eine Gruppe von Kollegen beschäftigt sich intensiv mit dem Thema.