SCHULENTWICKLUNGSPREIS

Gute Gesunde Schule 2016

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>>>dieser Artikel aus den WN vom 22.09.2016 als Pdf-Datei

Marienschülerinnen auf dem Podest
Neues Flur-Mobiliar erhält den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“


-Maria Conlan- Münster - „Wir brauchen mehr Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten!“ Das spukte als Wunsch
eines SV-Seminars vor zwei Jahren in den Köpfen der Marienschülerinnen. Seit dem Ende der Sommerferien ist das Ergebnis fassbar: Neue Podeste laden in den Fluren zum Arbeiten und Entspannen ein und bieten Platz für jeweils bis zu 30 Schülerinnen. Am Mittwoch wurde das Projekt in Wuppertal mit dem Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ der Landesunfallkasse NRW prämiert.
Beim Projekt „Lernraumgestaltung“ haben 25 Schülerinnen (von der 6. Klasse bis zur Q1) und fünf Lehrer
zunächst mit dem Schweizer Pädagogen und Architekten Andreas Hammon überlegt, wie Lernräume
ansprechend gestaltet werden können und wo bei der alten Bausubstanz noch etwas „raus zu kitzeln“ sei. Die
gesamte Flurfläche der Marienschule entspricht 16 Klassenräumen, berichtete Reick.
Für die Podeste überlegten, diskutierten, planten die Schülerinnen, dann wurden konkrete Pläne gezeichnet
und schließlich Modelle im Maßstab 1:10 und später 1:1 mit Presspappe gebaut. Die Projektteilnehmerinnen
baten die gesamte Schülerschaft vor der konkreten Umsetzung um ein Meinungsbild und nahmen
Verbesserungsvorschläge auf.


Bei der Realisierung unterstützte sie ein Team von Architektur- und Pädagogikstudenten der Fachhochschule
Bielefeld. Es gab Hürden: Auflagen zum Brandschutz, Akustik, Sicherheit in den Fluren. Ämter mussten
überzeugt werden, darunter auch das Bischöfliche Bauamt als Träger und Geldgeber.
Beim Verhandeln, genauen Zeichnen und Bauen zeigte so manche Schülerin Talente, die beim regulären
Unterricht nicht zutage getreten wären. Eltern und Hausmeister ließen sich als tatkräftige Hilfen mit
einspannen.
Finanziell wurden Schule und Förderverein mit ins Boot geholt, und nun gibt es das Preisgeld obenauf, so kann die Realisierung von konstruktiven Verbesserungsvorschlägen fortgesetzt werden: noch fehlt Farbe. Und dann geht es an den Umbau der Fensterbänke im Flur zu Stehtischen, denn „Sitzen ist das neue Rauchen“ warnte der Schularchitekt Hammon.