Startseite

 

Berufsorientierung

>>>die folgende Information als pdf-Datei hier

Berufsorientierung an der Marienschule
Die Berufsorientierung an der Marienschule orientiert sich im Rahmen des Schulprogramms an folgenden Hauptzielsetzungen.

  • Den Schülerinnen soll eine individuelle Förderung zukommen.
  • Ihre Begabungsentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung soll bestmöglich umgesetzt werden.
  • Die Schülerinnen sollen zu einer möglichst hohen Kompetenz der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung geleitet werden.
  • Die Schülerinnen sollen sicheres Auftreten und angemessenes Selbstbewusstsein entfalten.
  • Die Schülerinnen sollen Teamfähigkeit entwickeln, indem sie sowohl eigene Ideen einbringen, als auch auf Vorstellungen der Mitschülerinnen eingehen.
  • Die Schülerinnen sollen Reflektionskompetenz erwerben, indem sie ihre Ziele und Vorstellungen überdenken und überzeugend begründen können.
  • Den Schülerinnen wird durch Beratungsarbeit Hilfestellung zur Eigenentwicklung geleistet.
  • Diese Ziele werden auch durch außerunterrichtliche Vorhaben und außerschulische Partner unterstützt.

Hierbei sollen sie unter anderem folgende Kompetenzen erwerben:

  • Erläuterung der Bedeutung von Qualifikationen für die Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt.
  • Nutzung verschiedener Medien zielgerichtet zur Recherche, indem sie die Informationsangebote begründet auswählen und analysieren.
  • Vorstellung ihrer eigenen Fähigkeiten und Interessen im Spannungsfeld gesellschaftlicher Anforderungen hinsichtlich der anstehenden Berufswahl/Berufsorientierung und Vorbereitung bzw. Einleitung entsprechender Entscheidungen.

Die Berufsorientierung konkretisiert sich unter diesen Prämissen an der Marienschule in einem umfassenden Programm, beginnend in der Jahrgangsstufe 8:

Jahrgangsstufe 8:
Am GirlsDay nimmt die gesamte Jahrgangsstufe geschlossen teil. Dies dient zur Förderung der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung. Durch eine Reflexion im Rahmen des Politikunterrichts wird den Schülerinnen die Möglichkeit geboten, den von ihnen ausgewählten Beruf/das Berufsfeld hinsichtlich eigener Neigungen und Fähigkeiten zu hinterfragen.
Mit der gleichen Zielperspektive wie sie im Programm Kein Abschluss ohne Anschluss“ verfolgt wird, hat die Marienschule ein eigenes Konzept entwickelt: „Zukunft – und was dann? Hilfe für Eure Berufsorientierung.“
In einer einwöchigen Projektwoche zum Schuljahrsende werden den Mädchen die Voraussetzungen und Bedingungen im Alltag der Berufswelt näher gebracht. In diesem Rahmen finden folgende Veranstaltungen statt:

  • Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ) der Agentur für Arbeit.
  • Recherche zu unterschiedlichen Berufsfeldern und Berufen im Internet und Vorstellung derselben im Klassenverband
  • Elternworkshops mit unterschiedlichsten Berufen aus allen Berufsfeldern. Circa 20 Eltern stellen an einem Vormittag ihren eigenen Beruf aus der Praxisperspektive den Schülerinnen vor und tauschen sich mit diesen aus. (Jede Schülerin wählt und besucht vier verschiedene Workshops.).
  • Besuch eines Betriebes (ca. 10 unterschiedliche Betriebe aus allen Arbeitsgebieten (Industrie, Fertigung, Labor, Handel, Uniklinik, Design, Bank….))
  • Einschätzung eigener Fähigkeiten und Talente mit Feedback durch Mitschülerinnen
  • Bewerbung und Lebenslauf (Präsentation von Erfolgs- und Gelingensbedingungen durch Personalpraktiker und Erprobung besonders im Hinblick auf die Bewerbung für ein Praktikum)

Die Schülerinnen können sich in dieser Woche mit verschiedenen Berufsfeldern oder Berufen auseinandersetzen und feststellen, inwieweit sie den jeweiligen Berufsanforderungen genügen oder aber auch gegebenenfalls noch einmal ihre eigenen Vorstellungen bezüglich der Qualifikationen reflektieren.

Jahrgangsstufe 9:
Die Jahrgangsstufe 9 ergänzt die bisher gemachten Erfahrungen durch die Themen des Politikunterrichts. In diesem Rahmen werden Berufswahl und Berufswegplanung thematisiert.
Bezüglich der Wahl der Oberstufenkurse besteht ein Angebot der Agentur für Arbeit. Bei Bedarf können sich Schülerinnen zusätzlich hier (auch im Hinblick auf spätere Berufsziele) bezüglich der Wahl geeigneter Leistungskurse beraten lassen.
Ziel der gesamten Maßnahmen ist es, den Schülerinnen die Möglichkeiten eigener Informationsbeschaffung, eines sicheren Auftretens und klarer Darstellung zu eröffnen.
Eine gute Möglichkeit zur Steigerung der Selbstständigkeit, der Teamfähigkeit und des Selbstbewusstseins bietet sich den Schülerinnen an, die im WP II-Bereich an einem GWU-Kurs (mit dem Schwerpunkt Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt) teilnehmen. Diese gründen in Kleingruppen im Rahmen des Unterrichts jeweils ein fiktives Unternehmen (Unternehmensform, Name, Logo, Flyer, Produkt, Marktanalyse, Finanzierung, Ablauf, Werbung) und setzen sich dabei mit den Bedingungen der Geschäftswelt auseinander. Die Ergebnisse werden in einer Präsentationsmappe vorgestellt.

Oberstufe:
In der Oberstufe ist die Berufsorientierung besonders darauf ausgelegt, den Schülerinnen konkrete Hilfestellung bezüglich der Identifikation von für sie jeweils geeigneten Berufen/Berufsfeldern anzubieten. Gleichzeitig soll ihr Auftreten (Selbstbewusstsein) gestärkt werden. So sollen alle Schülerinnen in die Lage versetzt werden, bei der eigenen Bewerbung zum Ende der Schulzeit/oder nach dem Studium bestmögliche Bewerbungsunterlagen anzufertigen, die mit überzeugenden Formulierungen der eigenen Vorstellungen und Motive dazu beitragen, dass sich die Chance eröffnet, im Bewerbungsgespräch durch ihre Persönlichkeit und ihre Kompetenzen zu überzeugen. Und dies im Idealfall in dem Berufsfeld, das für das gesamte Arbeitsleben trägt.

Einführungsphase:
Das duale Orientierungspraktikum im ersten Jahr der gymnasialen Oberstufe ist eine wichtige Maßnahme, um Schülerinnen Entscheidungshilfen für wichtige Grundsatzfragen zu geben: Studium oder Ausbildungsberuf? Falls Studium, welche Fachrichtung(en) sprechen mich an und habe ich ein wirklichkeitsnahes Bild vor Augen?. In Kooperation mit der Stadt Münster und den großen ansässigen Hochschulen (Westfälische Wilhelms-Universität, Fachhochschule Steinfurt-Münster, Kunstakademie) gewinnen die Schülerinnen, begleitet von studentischen Tutoren, Einblick in zwei Fachbereiche der Hochschulen und konkretisieren ihr Bild von der Arbeitswelt in einer sich anschließenden Betriebserkundung in einem affinen Bereich. Zusätzliche Hilfestellung kann bei den Überlegungen zur Berufsfindung durchaus auch das (in der EF durchgeführte) Sozialpraktikum leisten. Das Hauptanliegen ist zwar die soziale Kompetenz (Compassion), jedoch begegnen die Schülerinnen auch in diesem Praktikum möglicherweise für sie selbst tragfähigen Berufsbildern im Alltag.
Des Weiteren findet in dieser Jahrgangsstufe in Kooperation mit der Agentur für Arbeit für alle Schülerinnen ein eintägiger Workshop zu unterschiedlichen Berufsbildern statt, der ebenso wie das duale Orientierungspraktikum auch zum Ziel hat noch einmal über die Passung der Leistungskurswahl nachzudenken.

Qualifikationsphase 1:
In der Qualifikationsphase werden die in der Einführungsphase erworbenen Erkenntnisse weiter intensiviert. Ein Berufsfeldtest mit dem Angebot einer anschließenden Einzelberatung (durch Psychologen der Agentur für Arbeit) für alle Schülerinnen der Qualifikationsphase 1 ermöglicht es, weitere Erkenntnisse über die eigenen Stärken und Interessen zu generieren. Daraus resultiert Entscheidungshilfe für die permanent aufgeworfene Fragestellung: „Inwieweit ist der von mir erstrebte Beruf/das angestrebte Studium für mich geeignet?“. Zusätzlich werden allen durch das Angebot einer Berufsinformation durch die Agentur für Arbeit und den Besuch des Hochschultages weitere Entscheidungshilfe eröffnet.
Als weiteren Baustein hat der Arbeitskreis Eltern-Lehrer-Schülerinnen der Marienschule im Schuljahr 2014/15 die „Berufsaktion Q1 - Schule und dann – Hilfestellung für die Berufswahl“ konzipiert und plant die Durchführung des Pilotprojekts für das 4te Quartal des Jahres 2015. 
In 5 Modulen – teils verpflichtend, teils freiwillig – erhalten die Schülerinnen die Chance, persönliche Fragen hinsichtlich der eigenen Berufswahl zu klären und wertvolle Informationen zu gewinnen.
Folgende Module wurden entwickelt:

  • Auch auf „krummen“ Wegen zum Traumberuf: In diesem Modul werden im Rahmen einer moderierten Podiumsrunde die (un)geraden oder auch krummen Lebensläufe verschiedener Menschen vorgestellt, die auf ungewöhnlichen Wegen zu ihrem jetzigen Berufsfeld gelangten.
  • Das Assessment Center live erleben: In diesem Modul können die Schülerinnen echte Bewerbungssituationen mit einem Praktiker aus der Unternehmensberatung üben.
  • Bewerbungstipps und Bewerbungsgespräch – Über diese Hürden zum Berufseinstieg: Worauf muss ich im Bewerbungsgespräch achten? Was hilft, diese Hürde zu nehmen? Tipps zu schriftlicher und elektronischer Bewerbung und zum Bewerbungsgespräch.
  • Hilfe. Was will ich überhaupt einmal beruflich tun? Tipps zur Entscheidungsfindung: Hilfestellungen, um relevante Entscheidungskriterien zu finden.
  • Freiwillige Soziale Dienste - Was und wie kann ich Gutes tun und mich dabei orientieren?

Qualifikationsphase 2:

  • Möglichkeit zur Teilnahme am Hochschultag der ortsansässigen Hochschulen
  • Möglichkeit zur Teilnahme an Bewerbungsverfahren und Vorstellungstagen von Firmen /Hochschulen (individuell)
  • Teilnahme an den rotarischen Berufsfeldinformationen im Frühjahr

Monatliche Beratungsangebote:     Alle 4 Wochen steht den Schülerinnen eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit für jeweils einen
Vormittag in der Schule zu Gesprächen zur Verfügung.