Orientierung - Erprobungsstufenkonzept

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Konzept der Erprobungsstufe an der Marienschule Münster

>>>Das Konzept der Erprobungsstufe als pdf-Datei

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Erprobungsstufe:
Der Erprobungsstufe, die die Klasse 5 und 6 umfasst, kommt eine hohe pädagogische Bedeutung zu. Die Schülerinnen bringen Erfahrungen und Fertigkeiten aus der Grundschule mit, an denen angeknüpft wird, bevor diese vertieft, ergänzt oder auch revidiert und neu geprägt werden. Um den Sinn der Erprobungsstufe gerecht zu werden und eine kontinuierliche Entwicklung zu ermöglichen, gibt es keine Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6.

Beschreibung: F:\HPM\marienschule\erprobungsstufe\2015\mitschuelerinnen.jpgUnser Konzept in der Erprobungsstufe sieht vor, die Schülerinnen allmählich mit den Anforderungen und Methoden des Gymnasiums vertraut zu machen, damit die Mädchen sich von Anfang an in unserer Schule wohlfühlen. Sie erleben, dass Lernen Spaß und Freude macht, dass wir ihre Aktivitäten, Begabungen und auch ihre Kreativität begrüßen, dass sie von Beginn an die Marienschule als lern- und Lebensraum annehmen. Neben den geltenden Richtlinien für die einzelnen Fächer eines Gymnasiums wollen wir zu den Schülerinnen aus verschiedenen Perspektiven Brücken schlagen. Dabei ist der Blick immer auf die individuellen Lernvoraussetzungen gerichtet und stärkenorientiert gedacht.


1. Wohlfühlen schon im Vorfeld
Bevor die potenziellen Schülerinnen auf die Marienschule gehen, sollen sie die Schule, die Lehrerinnen und Lehrer und ihre neuen Mitschülerinnen bereits kennenlernen, damit sie frühzeitig Vertrauen fassen. Es soll ihnen Halt und Orientierung geboten werden, die sie benötigen, um sich in ihrer neuen Umgebung wohl zu fühlen.
Als einzige Mädchenschule in der Umgebung hat die Marienschule einen großen Einzugsbereich. Mitunter kommen die Mädchen auch allein von einer Grundschule zur Marienschule, sodass die Intergrationsunterstützung für diese Kinder besonders hoch ist.

Alle potenziellen Schülerinnen sollen:

  • am „Tag der offenen Tür“ die Schule kennenlernen.
  • beim Anmeldegespräch mit der Schulleitung oder der Erprobungsstufenleiterin dabei sein.
  • Schnupperunterricht auf Wunsch nach der Anmeldung wahrnehmen.
  • Wünsche angeben, die bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigt werden sollen.
  • zum Sommerfest kommen,
  • zu dem die Klassen 5 einladen; bei Spiel und Spaß stehen hier das Kennenlernen der neuen Mitschülerinnen, des Klassenlehrerteams und der Patinnen im Vordergrund. Die Schülerinnen werden gebeten, Steckbriefe für den ersten Schultag zu basteln.

2. Sanfter Übergang von der Grundschule zum Gymnasium
Unsere neuen Schülerinnen in der Klasse 5 sollen den Übergang voller Zuversicht erleben, damit sie sich mit Freude und Spannung auf die Umstellung und die neuen Anforderungen einstellen können. Vom Anfang an sollen die Schülerinnen das Gefühl haben, dass die Marienschule ihren sozialen, kommunikativen und emotionalen Bedürfnissen begegnet. In der Eingewöhnungsphase helfen zwei Klassenlehrerteamtage, sich in der Schule zu orientieren und schnell zurechtzufinden.

  • Mit einem gemeinsamen Gottesdienst, gestaltet von der Jahrgangsstufe 6, beginnt der 1. Schultag.
  • Ein Spalier, das von allen Schülerinnen der Marienschule gebildet wird, begleitet die neuen Schülerinnen mit ihren Eltern in die Aula, wo sie von der Schulleitung und der Erprobungsstufenleiterin herzlich begrüßt werden.
  • Anschließend begrüßt jedes Klassenlehrerteam seine neue Klasse im Klassenraum, die Schülerinnen bekommen ihren Stundenplan und Informationen zu ihrem 2. und 3. Schultag. Zum Abschluss des 1. Schultages werden Klassenfotos und Fotos der gesamten Jahrgangsstufe gemacht.
  • Der 2. und der 3. Schultag sind Klassenlehrerteamtage. Der Einsatz weniger Fachlehrkräfte an den ersten beiden Tagen, die möglichst viele Stunden unterrichten, erleichtert den neuen Schülerinnen die Umstellung auf das Fachlehrerprinzip und gibt allen die Möglichkeit, sich gut kennenzulernen.
  • Selbstverständlich wird an den ersten Tagen gemeinsam  mit den Patinnen und dem Klassenlehrerteam gefrühstückt.
  • Die erste Klassengestaltung erfolgt unter anderem mit den Steckbriefen der Schülerinnen.
  • Die Patinnen aus der Jahrgangsstufe 9 helfen den Schülerinnen, sich in der Schule schnell zurechtzufinden und begleiten die Schülerinnen in den ersten Tagen, auch zur klassenübergreifenden Tretboottour auf dem Aasee.

 

3. Förderung der Selbstständigkeit durch Erweiterung der Methoden- und der Medienkompetenz
Die Schule will den Schülerinnen ein fundiertes Sachwissen vermitteln.
Neben der Aneignung von Kenntnissen und der Vernetzung von Wissen, werden sowohl die Methoden- und Medienkompetenz erweitert als auch die Selbstständigkeit der Schülerinnen gefördert. Autonomie, Handlungskompetenz und Kreativitätsförderung sind zentrale Ziele des pädagogischen Handelns, denn die Schülerinnen sollen lernen, ihr Grundwissen ständig zu erweitern und Neues zu erobern.
Mit dem selbstständigen Arbeiten in Lernzeiten ab dem 2. Halbjahr der Klasse 5 wird den Schülerinnen ein Freiraum selbstbestimmten Lernens angeboten, der auch durch Wochenplan- und Projektarbeit, mit Stationenlernen und kooperativen Lernformen im Unterricht eröffnet wird.
In den Bereich der Lernorganisation werden die Schülerinnen im Politikunterricht eingeführt und auf die Arbeit in Lernzeiten vorbereitet.
In die Medienarbeit werden die Schülerinnen durch ITG (informationstechnische Grundausbildung) eingeführt und mit der schulinternen Lernplattform Schulbistum vertraut gemacht.
Gut ausgestattete Computerräume und die Bibliothek der Marienschule bieten vielfältige Möglichkeiten.
Individuelles Fördern des Lernvorgangs während selbstgesteuerter freier Arbeitsphasen oder während der Projektarbeit fordert die Schülerinnen zur Reflexion und zum Einsatz methodischer Fertigkeiten.

 

Beschreibung: F:\HPM\marienschule\erprobungsstufe\2015\lernzeiten.jpg4. Entwicklung der Persönlichkeit durch Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenz

Wir wollen die sozialen und selbststeuernden Fähigkeiten der Schülerinnen entwickeln und stärken, damit sie auch Konfliktsituationen in ihrem Alltag ohne Angst begegnen und für Probleme, die entstehen, Lösungen finden. In Politikunterricht in der Klassenstufe 5, der von einem Mitglied des Klassen-leitungsteams erteilt wird,  gibt es, wie auch in den einzelnen Fächern, viele Möglichkeiten, in unterschiedlichen Sozialformen eine angemessene Gesprächskultur und Konfliktlösestrategien zu entwickeln. Die eigenen Gefühle wahr und ernst zu nehmen, auch im Umgang mit belastenden Situatio-nen, ist ein wichtiges Thema schon in dieser Altersstufe. Das „Lions Quest-Programm“ als Bestandteil des Politikunterrichts unterstützt das Klassenleitungsteam. Sich gegenseitig wertzuschätzen, sich mit Respekt zu begegnen, sich fair und tolerant auseinander zu setzen und sich gerecht und gewaltfrei zu verhalten, fördert das soziale Klima in der Klasse im besonderen Maße und führt dazu, dass die Klassengemeinschaft gestärkt und ein verantwortliches Miteinander erlebt werden kann, was für das gemeinsame Lernen in der Klasse sehr förderlich ist.

Einen besonderen Beitrag zur Stärkung der Persönlichkeit hat die Einführung unseres 13plus-Programms am Nachmittag gebracht. Die Alters- und Klassenmischung in den einzelnen Kursen wird als fördernd empfunden und wirkt sich positiv auf das Schulklima aus.
Bei besonderen Beratungsanlässen können speziell ausgebildete Beratungslehrerinnen und unsere Schulseelsorgerin Hilfe leisten.

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5. Individuelle Lernförderung zwischen Fordern und Fördern nach Beratung
Erfolgreiches Lernen kann dann gelingen, wenn Schülerinnen Leistungsbereitschaft zeigen, die durch ihre Motivation und ein gutes Selbstmanagement unterstützt wird. Um der Verschiedenheit der Schülerinnen Rechnung zu tragen, ist ein differenzierender Unterricht erforderlich, der den Spielraum zwischen Fördern und Fördern wahrnimmt. Dort, wo Stärken erkannt werden, sollen diese herausgefordert werden, und es müssen individuelle Hilfen angeboten werden, wenn Schwierigkeiten wahrgenommen werden:

  • Die Schülerinnen entscheiden sich zwischen dem Bi-Zweig und dem MNU-Zweig.
  • Die Schülerinnen entscheiden sich zusätzlich für die MusikPraxis: Bläser- oder Chorgruppe bzw. regulären Musikunterricht.
  • Schülerinnen werden im Unterricht entsprechend Ihrer Begabungen gefordert und gefördert.
  • Einzelberatung für besonders Begabte werden durch Frau Baumeister (‚Specialist in Gifted Education’, ECHA-Diplom) angeboten.
  • Die Rechtschreibung wird zusätzlich in der Klasse 5 gefördert.
  • Wir bieten tägliche Hausaufgabenbetreuung im Rahmen des 13 plus-Programms an.
  • In zweiten Halbjahr der Klasse 6 haben besonders begabte Schülerinnen die Möglichkeit am Forder-Förder-Projekt teilzunehmen
  • In den Kernfächern wird in der Jahrgangsstufe 6 klassenintern Förderunterricht in Form von individuellen Lernzeiten durchgeführt.
  • Wir fördern die Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettbewerben.
  • Die Schülerinnen können im Rahmen des Drehtürmodells zwei Fremdsprachen (Französisch und Latein) gleichzeitig ab der Klasse 7 erlernen.
  • Wir kooperieren mit der Universität im Fachbereich Mathematik in dem Projekt: „Mathe für kleine Asse“.
  • Im Tutorinnen-Programm unterstützen ältere Schülerinnen jüngere Schülerinnen im Falle eines kurzfristigen fachlichen Leistungsabfalls.
  • Das 13 plus-Programm bietet vielfältige Möglichkeiten im außerunterrichtlichen Bereich an, um Interessen und Neigungen der Schülerinnen zu fördern.
  • Als theaterbetonte Schule bieten wir in allen Stufen Theaterprojekte an.

6. Klassenübergreifende Aktionen
Klassenübergreifende Aktionen, die die Teamfähigkeit stärken und die Schulkultur prägen, tragen in entscheidendem Maße zu einem guten Schulklima bei. Hierzu zählen:
Tretbootfahren auf dem Aasee
Auftritte bei Veranstaltungen wie am Tag der offenen Tür, am Sommerfest, am 1. Schultag
Mitgestaltung von Veranstaltungen durch Auftritte der MusikPraxis – Klassen (Bläser und Chor)
Aktive Pause mit vielen Spielgeräten
Gemeinsames Adventssingen
Lesenächte in der Bibliothek
Geschichtenwettbewerb zum Thema Mariella, das Schulgespenst
Gemeinsame Karnevalsfeier organisiert von der SV
Gemeinsame Gottesdienste
Klassenfahrt am Ende der Klasse 5 an den Dümmer See, nach Haltern oder nach Rödinghausen
Klassenübergreifende Theateraufführung in englischer Sprache am Ende der Klasse 5

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7. Elternbeteiligung
Der Grundstein für eine gut funktionierende Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Schule wird in der Erprobungsstufe gelegt. Eine gute Zusammenarbeit erleichtert sowohl den Erziehungsprozess zu Hause als auch den in der Schule. Sich gegenseitig unterstützen und wertschätzen begünstigt das Klima ohne Zweifel. Gemeinsam Klassenfeste feiern und sich aktiv an der Gremienarbeit in der Schule zu beteiligen, um auch durch die Beteiligung an Schulentwicklungsprozessen und Mitwirkung Schule (mit)zugestalten, fördert auch den Zusammenhalt unter den Eltern.

  • Klassenfeste, Schulfeste mitgestalten
  • Sommerfest in Klasse 5 unterstützen

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  • Veranstaltungen über die Schullaufbahn und/oder thematische Informationsangebote nutzen
  • Gesprächsangebote hinsichtlich der individuellen Förderung des einzelnen Kindes nutzen
  • Mitarbeit in den verschiedenen Schulgremien wahrnehmen
  • Im Eltern-Lehrer-Schülerinnen-Arbeitskreis aktiv mitgestalten
  • Den Helferpool des Fördervereins unterstützen

8. Zusammenarbeit mit den Grundschulen
Die Lehrerinnen und Lehrer der Erprobungsstufe beobachten aufmerksam die Entwicklung der Schülerinnen. Auch an der Marienschule ist es Tradition, die Grundschullehrerinnen und -lehrer zu einer Erprobungsstufenkonferenz einzuladen, um die eigenen Beobachtungen zu hinterfragen und gewonnene Eindrücke abzurunden. In der Erprobungsstufe legen wir großen Wert darauf, den Schülerinnen viele Möglichkeiten zu eröffnen, um so die Methodenkompetenz, die die Schülerinnen in der Grundschule erworben haben, auszubauen und zu ergänzen und den Unterrichtsstoff zu erfassen, sprich mit Kopf, Herz und Hand zu lernen. Wo immer möglich nutzen die Fachlehrerkräfte auch den fachlichen Austausch mit Grundschullehrkräften, um sich über grundschultypische Lehr- und Lern- methoden wie z.B. kooperative und schüleraktive Arbeitsformen oder Forder-Förderkonzepte in der Grundschule auszutauschen.

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