Förderung

Fachschaft

Fördermöglichkeiten im Lateinunterricht an der Marienschule

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Begabungsvielfalt der Schülerinnen eine immer größere Bandbreite offenbart. Dieser Tatsache begegnet die Marienschule mit einem breiten Spektrum von Forder-Förder-Angeboten in allen Fächern, insbesondere auch im Fach Latein.
Elemente der Begabungsförderung finden sich im Lateinunterricht in den folgenden Fördereinrichtungen wieder:

Begabtenförderung

1.      Drehtürmodell
Am Ende der Jahrgangsstufe 5 müssen sich die Schülerinnen entscheiden, ob sie Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache wählen möchten. Schülerinnen, die gerne beide Sprachen erlernen wollen, können dies mithilfe des sogenannten „Drehtürmodells“ realisieren: Hier nehmen die Mädchen statt an 4 Wochenstunden Latein oder Französisch an jeweils 2 Stunden die Woche in jedem der beiden Fächer teil. Der entgangene Lernstoff muss von ihnen selbstständig nachgeholt werden. Hierbei hat sich der Einsatz von „Huckepackschülerinnen“ bewährt, d.h. Klassenkameradinnen, die den Drehtürschülerinnen den nachzuholenden Lernstoff sowie Hausaufgaben und sonstige Informationen bzw. ausgehändigte Materialien aus dem Unterricht zukommen lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass durch den jeweiligen Fachlehrer wichtige Informationen aus den Stunden per e-mail verschickt werden.

 

2.      Äußere Differenzierung
Zudem gibt es an der Marienschule das Klin-Klex-Programm (Klasseninterne und Klassenexterne Förder- und Forderstunden): Schülerinnen mit herausragenden Leistungen im Fach Latein werden vom Fachlehrer für einen Forderkurs vorgeschlagen. Hier dürfen die Mädchen sich ein umfassenderes Projekt ausdenken, an dem sie längerfristig arbeiten möchten. Konkret wurden hier beispielsweise schon lateinische Theaterstücke aufgeführt.

 

3.      Binnendifferenzierung
Da sich in den Kursen oftmals Schülerinnen mit verschiedenen Lernständen befinden, wird im Lateinunterricht der Marienschule auf binnendifferenzierten Unterricht großer Wert gelegt. Dieser realisiert sich beispielsweise in themenbezogenen Projekten, welche besonders schnellere Schülerinnen durchführen können, während die Mitschülerinnen eine Lerneinheit noch einmal erklärt bekommen bzw. einüben. Hier kann z.B. die Thematik der Lektion bzw. der jeweilige Lektionstext kreativ  umgesetzt werden. Einige konkrete Beispiele aus dem Unterricht sind kurze Filme, Powerpointpräsentationen, in denen die Handlung mit Playmobilfiguren nachgespielt wurde (siehe Website der Fachschaft Latein unter „Projekte“) oder der Nachbau von römischen Häusern aus Pappe.

Zudem arbeiten wir, wo immer möglich, mit offenen Unterrichtsformen, z.B.  mit Wochenplänen oder Lernstationen, um den Unterricht so gut wie möglich den verschiedenen Lerngeschwindigkeiten und Bedürfnissen der Mädchen anzupassen.

 

4.      Lernen durch Lehren: Verantwortung für Mitschülerinnen als „Expertin“
Neben der klassenexternen Förderungsmöglichkeit durch Schülerinnen höherer Klassen findet das Prinzip „Lernen durch Lehren“ auch klassenintern im Lateinunterricht der Marienschule Platz. Häufig tritt die Situation ein, dass Schülerinnen eine Aufgabe schneller bewältigen als ihre Klassenkameradinnen. Hier werden nun diese „Expertinnen“ eingesetzt, um ihren Mitschülerinnen, welche der Hilfe bedürfen, weiterzuhelfen. Diese Art des Lehrens wirkt sich positiv für beide Seiten aus: Den einen wird geholfen, während die  anderen durch das Erklären den Stoff stärker verinnerlichen als wenn er nur rezeptiv verarbeitet würde.

 

5.      AG Latein
Hier können interessierte Schülerinnen vorbeischauen, um Lücken in der Grammatik auszubessern oder aber auch einfach aus Spaß am Fach.

 

Förderung bei zeitweiligen Leistungsschwächen:

Sollten Schülerinnen jedoch besondere Unterstützung im Fach Latein benötigen, so greift auch hier das oben genannte Klin-Klex-Programm (Klasseninterne und Klassenexterne Förder- und Forderstunden) der Marienschule. Durch Bildung klassenübergreifender, möglichst homogener Gruppen kann eine vertiefte Beschäftigung mit Aufgaben zur Wiederholung und Festigung von lateinischer Grammatik und Lexik realisiert werden.

In Einzelfällen von Versetzungsgefährdung werden für kleine Lerngruppen auch durch Kollegen betreute zeitlich befristete Intensivförderungen angeboten, die aus dem Kontingent der im Rahmen des „KOMM MIT“-Projektes bereitgestellten Lehrerstunden "finanziert" werden.

Außerdem soll die Hausaufgabenbetreuung mit Hilfe von Lehramtsstudenten oder Praktikanten sowie geschulten Schülerinnen weiter professionalisiert werden. Angestrebt wird eine frühzeitige Intervention, die dem Entstehen großer Defizite entgegenwirkt. 

Darüber hinaus besteht seit Jahren das o.g. Tutorinnenprogramm an der Schule, das darauf zielt, ein Lerntandem zu bilden, in dem eine leistungsstärkere ältere Schülerin eine jüngere betreut. Auch klassenintern soll die Bildung solcher Tandems angeregt und erprobt werden.

Der Tatsache, dass die Mehrzahl unserer Schülerinnen durch die verkürzte Schulzeit
besonders gefordert ist und den Lernstoff in kürzerer Zeit erarbeitet, begegnet auch die Fachschaft Latein durch den Aufbau eines Katalogs von vertiefenden oder erweiternden Aufgabenstellungen, von Wiederholungssequenzen und Trainingseinheiten, die in Vertretungsstunden auch fachfremd eingesetzt werden können und einen optimalen Umgang mit der Lernzeit der Schülerinnen ermöglichen.